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Hochaltar

Gegen diese monochrom weiße Innenraumgestaltung heben sich die schwarzen und roten Altäre als liturgische Zentren deutlich ab. Der Hochaltar (Nr. 2) ist größtenteils eine Mar-morimitation: Holz- und Drahtgerüst wurden hier mit eingefärbtem Gips in rose und malachitgrün aufgefüllt und aufwendig bearbeitet. Dies aus künstlerischen Zwecken, weil somit schöner und filigraner als am Marmorstein gearbeitet werden konnte. Ein zweiter Vorteil: Der Stuckmarmor ist leichter als echter Stein. Durch den enormen Zeitaufwand ist diese Technik aber wesentlich kostenspieliger, die Handwerker mit künstlerischem Anspruch verwendeten darauf mehrere Monate. Das Hochaltarblatt ist eine Kopie des Gemäldes am Longinusaltar in der Basilika Weingarten.

Im Zuge der Säkularisierung wurde das Tabernakel entfernt und in der Sakristei eingelagert. Beim Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg fand es auf seinen alten Platz zurück. Die Vergoldungen sind aus Blattgold und wurden extrem sparsam aufgetragen - und zwar nur an den von vorne sichtbaren Stellen. Der Strahlenkranz über dem Hochaltar soll die Helligkeit und Heiligkeit des Symbols in der Mitte, der Taube des Heiligen Geistes, verdeutlichen.