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MÖNCHE, DAVID UND MOSES

Das Chorgestühl entstand 1701 (gebaut von dem Mönch Martin Höfle, Klosterschreiner in Weingarten), den Aufsatz schnitzte J. M. Feichtmayr. Am Chorgestühl (Nr. 3) finden sich die Büsten von König David (mit Harfe) und Moses (mit Gebotstafel). Das Gestühl bietet auf jeder Seite Platz für 15 Personen. Die Decke im Chorraum ist nach dem Zweiten Weltkrieg als einziger Bestandteil in der Kirche wieder originalgetreu nachgebaut worden.
So dicht, wie sich hier Rosetten, Efeu, Lorbeer, Arkanthusblätter und Eierstab drängen, war frü¬her die gesamte Decke der Barockkirche gestaltet. Vor der Säkularisierung 1803 war der Chorraum vom Kirchenschiff durch ein Gitter (Lettner) getrennt. Während am Hochaltar die Messe für die Mönche, die sich im Chorgestühl befanden, gehalten wurde, mussten die Laien hinter einem Absperrgitter zuhören. Diese Aufteilung in kombinierte Kloster- und Pfarrkirchen war seinerzeit in der katholischen Kirche üblich.