Projekt "Grüner Gockel" in der Schlosskirchengemeinde

In der Evangelischen Landeskirche in Württemberg können sich Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen ihr Umweltmanagement mit dem Zertifikat „Grüner Gockel“ validieren lassen. Der Grüne Gockel ist konform mit der Europäischen Verordnung EMAS (Eco Management and Audit Scheme).

Der Grüne Gockel bedeutet:

 

  • systematische Erfassung von direkten und indirekten Wirkungen des Gemeindelebens auf die Mit- und Umwelt

  • fundierte Bewertung von Einsparpotenzialen

  • Ergreifen effizienter Maßnahmen

  • stetige Verbesserung der Umweltbilanz

  • ökologisches Haushalten der Gemeinden

  • Öffentlichkeitswirksamkeit

  • Stärkung der Kommunikation innerhalb der Gemeinde

Der Grüne Gockel erinnert an eine Szene aus der Passionsgeschichte: Während der verhaftete Jesus dem Hohepriester vorgeführt wird, hält sich Petrus, einer seiner engsten Freunde, im Hof des Hohepriesters auf. Und da passiert es: Eine Magd und ein paar Wachsoldaten sprechen ihn auf seine Zugehörigkeit zu Jesus an - und er streitet das glatt ab. Da kräht der Hahn. Petrus wird schlagartig bewusst: Ich habe Jesus verraten. Der Grüne Gockel soll krähen, wenn wir merken, dass wir achtlos mit Gottes Schöpfung umgehen und durch unser Handeln die Umwelt schädigen und zerstören. Der grüne Gockel soll krähen, damit wir nicht vergessen: Am verantwortungsvollen Umgang mit den Gütern dieser Erde erweist sich unsere Glaubwürdigkeit als Kirche und als christliche Gemeinden.

Die Schlosskirchengemeinde will zur kontinuierlichen Verbesserung ihrer Umweltleis¬tungen das geprüfte Umweltsystem Grüner Gockel nach vier Jahren sinnvoller Anwen¬dung weiterführen und dafür erneut zertifiziert werden. Die erste Validierung nach EMAS und Grüner Gockel erfolgte 2010. Nun, nach vier Jahren, wurde die erneute Zertifizierung notwendig, zu der der Umweltbericht 2014 öffentlich gemacht wird. Aus der  jährlichen Bestandsauf¬nahme des Energieverbrauchs und anderer im Zusammenhang mit der Umwelt relevanter Ressourcen wurden konkrete Aufgaben abgeleitet und Verantwortliche festgelegt.
Die Teammitglieder besuchten und sichteten die Gebäude der Gemeinde und stellten über viele Messreihen Strom-, Gasverbrauch sowie Wasser- und Papierverbrauch fest. Auf der Basis der Datenerhebungen wurden bzw. werden dann innerhalb der Teams Vorschläge zur Umsetzung entwickelt: Wie kann man Strom sparen? Wie kann man mit weniger Wärmeenergie auskommen?
U.v.A.m.

Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse:


  • Wärme: Der Wärmeverbrauch ist gegenüber 2009 bemerkenswert zurückgegangen, was im Wesentlichen mit der Sanierung des Gemeindehauses als dem größten Verbraucher zusammenhängt.

  • Strom: Der Stromverbrauch konnte gegenüber 2009 in der Gesamtsumme nicht reduziert werden, einem unbefriedigenden Ergebnis, dem wir nachgehen werden.

  • Wasser: Auch der Wasserverbrauch hat sich gegenüber 2009 erhöht, was sich z.T. aus einem unerkannten Leck im Heizsystem des Gemeindehauses erklären lässt.

 Es gibt noch viel zu tun!

Dem engagierten Umweltteam einen herzlichen Dank für's Messen, Fragen, Nachdenken, Motivieren...!